Fastenzeit: Weniger ist mehr

Zum neuen Jahr nehmen wir uns ja alle irgendwas Großes vor: Mehr Sport, mehr gesunde Ernährung, mehr Lernen für die Uni, mehr lesen, ein soziales Engagement beginnen…

Die Idee der Fastenzeit ist eine andere: Verzicht. Früher ging es beim Fasten darum, mit Jesus zu leiden, für die eigenen Sünden Buse zu tun und dankbar zu sein. Heute hat sich der Fokus etwas verschoben: In einer Zeit des Überflusses von Veranstaltungen, Medieninput, gutem Essen, Terminen, Varianten, Moden und Möglichkeiten sich selbst einschränken, kann man durchaus als Erleichterung empfinden. Egal, ob man auf Süßigkeiten verzichtet, um wieder in die Lieblingsjeans zu passen, oder keine Luxusgüter kauft, um das gesparte Geld an soziale Projekte zu spenden.

Von der christlichen Selbsteinschränkung ist Fasten zumindest bei manchen Menschen eher zur Selbstbefreiung geworden. Ich finde das eine extrem spannende Frage: Auf was kann ich eigentlich verzichten?

Fastenzeit_Less is more

Ich möchte diese Fastenzeit versuchen, ebenfalls auf etwas zu verzichten, aber nicht auf Nikotin oder Alkohol, sondern auf Dinge, die mich von einem bodenständigen, naturverbundenen, gelassenen Leben abhalten. Deshalb:

  • Weniger Arbeit: Der Sonntag bleibt frei für Dinge und Menschen, die mir Spaß machen. Für Sport an der frischen Luft oder Spaziergänge zum Beispiel. (Was für ein Glück, dass die Fastenzeit in den Semesterferien liegt…)
  • Weniger durchgemachte Nächte (außer es steht ne Party an): Wenn ich um 11 Uhr ins Bett gehe, bleibt vielleicht etwas mehr Zeit für Schlaf. Oder andere tolle Sachen, die man nachts im Bett machen kann. Lesen zum Beispiel.
  • Weniger Termine: Zwei Abende der Wochentage sind frei. Mindestens. Zeit zum Runterkommen, Gedanken machen, Freunde treffen, gesund kochen…

Ach ja, und eins noch:

  • Weniger Konsum: Zur Fastenzeit möchte ich noch einmal anstreben, meinen Konsum zu verringern. Schon einmal habe ich das unter dem Motto „Stop the Overshot“ schon einmal versucht. Hier also zum zweiten Mal: Sieben Wochen ohne Einkäufe, die ich nicht wirklich brauche.

Mal schauen, was daraus wird – wie gut ich meine Ziele umsetzen kann und wie sich das anfühlen wird. Und natürlich ganz konkret: Kann ich meinen Konsum einschränken? Wie weit? Und wenn ich tatsächlich sieben Wochen lang nichts einkaufe: Wofür gebe ich mein Geld denn sonst aus?

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Ein Gedanke zu “Fastenzeit: Weniger ist mehr

  1. Pingback: Konsumfasten: 7 Wochen nichts mehr kaufen | Grünes Element

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