Frische Kräuter und fröhliche Bienen: ein Hochbeet auf dem Balkon

Ein Hochbeet bietet auch auf begrenztem Raum und ohne eigenen Garten die Möglichkeit, frische Kräuter und insektenfreundliche Pflanzen hochzuziehen. Wir haben für den Balkon ein Hochbeet gebaut, befüllt und bepflanzt.

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Schon seit wir in die neue Wohnung gezogen ist, wollten wir auf dem Balkon Blumen und frische Kräuter pflanzen. Weil wir nicht mehr im Erdgeschoss wohnen, dürfen wir aber aus Sicherheitsgründen keine Blumenkästen auf die Balkonbrüstung stellen oder hängen. Deswegen war das Projekt dieses Frühjahrs: Wir bauen ein Hochbeet!

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Nachhaltigkeit statt Gewinn: Ein Blick auf die Gemeinwohl-Ökonomie

Nachhaltig leben ist als Einzelperson schwer genug – noch komplizierter wird es für Unternehmen und Institutionen mit zahlreichen Anspruchsgruppen und vielen Baustellen, an denen sie ökologischer handeln könnten. Um Orientierung für alle Aspekte der Nachhaltigkeit zu bieten, hat sich die Gemeinwohl-Ökonomie mit der Gemeinwohl-Bilanzierung entwickelt. Wir haben mit dem Münchner Öko-Energieversorger Polarstern gesprochen, die die Gemeinwohl-Ökonomie bereits leben.

Was bedeutet Gemeinwohl-Ökonomie?

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein Wirtschaftssystem, das auf  gemeinwohl-fördernden Werten aufgebaut ist und ein gutes Leben für alle anstrebt. Damit unterscheidet sich die Gemeinwohl-Ökonomie vom Kaptialismus (Ziel: Gewinnmaximierung)  oder dem Sozialismus (Ziel: Freiheit und Gleichheit für alle Bürger), weil mehr Bereiche umfasst werden.

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#Trashtag-Trend: Müll sammeln goes Social Media

Ganze Strände oder der Grünstreifen hinterm Haus: Unter dem Hashtag #trashtag posten Menschen auf der ganzen Welt Vorher-Nachher-Fotos von Gebieten, auf denen sie zum  Umweltschutz Müll gesammelt haben. Die Idee ist nicht neu, schlägt mit dem frischen Social-Media-Aufwind aber große Wellen – und hat durch die virale Verbreitung großes Potential.

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Wofür steht #trashtag?

Quer über verschiedene Social Media Kanäle ist der Hashtag #trashtag aufgekommen: Menschen machen Fotos von einem vermüllten Ort, säubern ihn und posten das Ergebnis – inklusive vollgepackter Müllsäcke – in einem Vorher-Nachher-Bild. Fertig ist der neue Trend auf Facebook, Instagram und Twitter!
Mit dem #trashtag gibt es endlich mal eine sinnvolle Online-Challenge, die international inspiriert, etwas für die Umwelt zu tun. Einige der eindrucksvollsten Verwandlungen sieht man hier.

Müll in der Natur ist ein großes Umweltproblem

Abfall in der Umwelt ist nicht nur hässlich, sondern auch gefährlich: Wildtiere können sich an Glas und Dosen schneiden, in Plastik verheddern oder ersticken, Vögel fressen häufig Müll und sterben daran.

Im Frühjahr wird das Problem besonders offensichtlich, wenn der Schnee schmilzt und die Bäume und Büsche noch kaum Laub tragen: Dann sieht man, was sich in den vergangen Monaten am Boden und zwischen den Zweigen angesammelt hat. Eher unschön als Frühjahrsstimmung.

Sonntag, Sonne, Sammellaune: Selbst Müll sammeln & der Umwelt helfen

Vor zwei Wochen beim Joggen: An der Stelle, wo die Lärmschutzwand zur Autobahn eine kleine Unterbrechung macht, sammelt sich Müll in den Büschen und im gegenüberliegenden Wäldchen. Das fällt meinem Freund und mir auf. Ein paar Tage später stoße ich im Internet auf die #trashtag-Challenge und wir beschließen: Das können wir auch!

trashtag Ausrüstung

Am nächsten Sonntag Morgen machen wir uns bei strahlendem Sonnenschein mit Gartenhandschuhen und ein paar Müllbeuteln zu genau dieser Stelle auf. Schon auf dem Weg kommt uns ein Plogger entgegen – das macht gleich gute Laune – und dann geht es rein zwischen diverse Stachelbüsche, Gestrüpp, junge Bäume, den Hang rauf und runter. Teilweise mussten wir uns ganz schön abmühen, aber mit der richtigen Musik aus den mobilen Boxen macht das richtig Spaß. Besondere Highlights: Imagine Dragons mit „We are the face of the future“ und die ältere Dame, die uns gratuliert, wir seien „ja ganz Brave“ 🙂
Besonders fällt auf, dass überwiegend Verpackungen von To-Go-Produkten in dem Wäldchen liegen. Vielleicht der Nähe zur Autobahn geschuldet sind Coffee-to-go-Becher von der Tankstelle, McChicken-Boxen, Capri-Sonne-Dinger und die Plastikhüllen von irgendwelchen Snackriegeln am stärksten vertreten, aber auch Packungen von Wienern, Fertigcroissants, Mascarpone?! – you name it. Dann noch Chipstüten, alte Dosen, Gummibärchentüten und eine Prise Hundekotbeutel. Das alles ist nicht wirklich erfreulich und zeigt, wie schwer die To-Go- und Wegwerf-Mentalität die Umwelt belastet.

Auf dem Heimweg, stolz, ein bisschen zerkratzt, mit vier Mülltüten in der Hand, diskutieren wir genau darüber: Klar ist die nahe Autobahn ein Faktor für viel Müll in diesem Gebiet. Ich mag immer noch nicht daran glauben, dass Leute mutwillig und bewusst Abfall einfach aus dem Autofenster schmeißen. Dabei ist selbst Essen in Boxen mitzunehmen, Leitungswasser in Flaschen abzufüllen und Obst oder Gemüse als Snack einzupacken statt eingetüteten Chips oder Gummibärchen müllfreier, gesünder und günstiger. Naja. Wir wollen nächstens Wochenende auf jeden Fall wieder hin, da weitermachen, wo wir dieses Mal aufgehört haben. Und uns bis zum Sommer bis zu unserer Wohnung zurückarbeiten 🙂

trashtag München

Tipps für deine #trashtag Challenge

Hast du selbst Lust aufs Aufräumen bekommen? Ärgerst du dich schon länger über einen Fleck, der so schön sein könnte, aber der komplett zugemüllt ist? Mit diesen Tipps macht trashtaggen richtig Spaß:

Vorher:

  • Unsicher, ob du genug Zeit hast? Setz dir einen festen Zeitrahmen: Schon in einer Stunde kann man wahnsinnig viel schaffen.
  • Zieh bequeme Schuhe an und Kleidung, die auch dreckig werden darf.
  • Nimm ausreichend Müllbeutel / Eimer mit und packe Handschuhe ein, um dich vor Glasscherben o.ä. zu schützen.
  • Stell sicher, dass du auf öffentlichem Gebiet bist oder die Zustimmung der Eigentümer hast.
  • Du planst etwas Größeres? Im Frühjahr bietet z.B. die Abfallwirtschaft München Unterstützung bei Aufräumaktionen (Ramadama) an.

Währenddessen:

  • An den Müll, fertig, los! Du tust etwas für die Allgemeinheit: Sei stolz darauf 🙂
  • Wir haben viele neugierige Blicke und positive Kommentare von Spaziergänger bekommen. Sprich offen über deine Aktion – das regt zum Nachdenken an.
  • Sei vorsichtig, dass du dich nicht in Gefahr bringst und andere nicht behinderst: Zum Beispiel nahe an stark befahrenen Straßen oder Autobahnen.
  • Wenn du deine Aufräumaktion posten willst: Fotos machen nicht vergessen!

Danach:

  • Entsorge den Müll fachgerecht in Containern oder passenden Abfalleimern. Möglicherweise kann die lokale Abfallwirtschaft helfen.
  • Je nach Ort und Saison: Ggf. auf Zecken checken.
  • Erzähl anderen, was du so am Wochenende gemacht hast – egal ob auf Social Media oder im echten Leben. Und danke für deinen Einsatz für die Umwelt!

Signatur Grünes Element

Umweltschutz durch Ausleihen: Stadtbibliothek Laim wieder geöffnet

Leihen statt kaufen ist eine althergebrachte Maxime des Umweltschutz. Eine zentrale Anlaufstelle für Medien zum Ausleihen ist die Stadtteilbibliothek in Laim. Seit heute ist sie wieder geöffnet – mit dichtem Dach und neuen IT-Arbeitsplätzen, die einen weiteren Schritt hin zur Sharing Economy darstellen.

Stadtbibliothek Zech Fetzer

Frau Fetzer und Frau Zech im Garten der neu renovierten Stadtbibliothek Laim.

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Backpacking – Meine Not-To-Pack-Liste

Vielleicht merkt man, dass mich das Thema Besitz bzw. nicht besitzen gerade beschäftigt… Fazit: Man braucht lange nicht alles, von dem man denkt, das man es braucht.

Im Zuge meiner Aufräum-Aktion anlässlich des Umzugs bin ich auf meine Packliste für meine dreimonatige Backpacking-Tour durch Neuseeland gestoßen. Die Geschichte ging ja so: Mein Partner und ich waren noch ganz unschlüssig, wie wir durch Neuseeland reisen wollten. Nachdem uns bei einer Outdoor-Filmnacht „Pedal the World“, eine Self-Made-Doku über eine Weltumrundung per Fahrrad, inspiriert hat, haben wir die Idee „Mit dem Rad durch Neuseeland“ immer wieder erwogen und wieder verworfen. Also sind wir mit ganz normalem Gepäck ans andere Ende der Welt geflogen – und haben uns dort in zwei Fahrräder inklusive Satteltaschen verliebt. 48 Stunden später hatten mich die Hügel der Northlands und die überpackten Räder körperlich wie moralisch (fast) zur Kapitulation gebracht. Weitergeradelt mit mindestens 20 kg Gepäck pro Person sind wir trotzdem. Erst als uns drei Wochen später einer unser Gastgeber, selbst erfahrener Tourenradler, soooo ausgelacht hat wegen unserem Gepäck – und der Tatsache, dass wir für die anstehende Wandertour noch wärmere Klamotten kaufen mussten – haben wir entschieden, dass es einfach zu viel ist.

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