#5Fragen an Mayla und Sarah vom vegan/vegetarischen Chiaroscuro Magazine

Mayla und Sarah sind Studentinnen und beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Ernährung. Obwohl durch den Studienort räumlich getrennt, teilen sie ein großes Hobby: Das vegane und vegetarische Kochen. Köstliche Rezepte, aber auch andere wertvolle Gedanken und Bilder teilen sie auf ihrem Blog Chiaroscuro Magazine.

Burger

Ich konnte den beiden meine 5 Fragen über ökologische Aspekte beim Essen, die Gründe für ihre jeweilige Ernährung und – natürlich – den ultimativen Geheimtipp beim veganen und vegetarischen Kochen stellen.

Liebe Sarah, liebe Mayla, ihr habt euch schon mit dem Thema Ernährung beschäftigt, bevor es so richtig in war, inzwischen bloggt ihr darüber. Seit wann achtet ihr aktiv auf eure Ernährung?

SW: Ich achte auf meine Ernährung seit ich 2011 „Eating Animals“ von Jonathan Safran Foer gelesen habe. Daraufhin entschloss ich mich, Vegetarierin zu werden.

MW: Ich setze mich ungefähr seit 2008 mit vegetarischer Ernährung auseinander. Mein damals noch sehr junges Ich hatte im Biounterricht eine aufschlussreiche Begegnung bei der Sezierung eines Schweineherzens. Das war sicherlich nicht der Hauptgrund, aber einer meiner persönlichen Meilensteine.

Wie ernährt ihr euch denn und aus welchen Gründen?

SW: Seit „Eating Animals“ von Jonathan Safran Foer lebe vegetarisch. Wenig später kam ich im Rahmen eines Interviews mit Jan Bredack von Veganz mit dem Veganismus in Kontakt und folgte der logischen Schlussfolgerung, nicht nur keine Tiere mehr zu essen, sondern auch keine Tierprodukte mehr, weil sie dafür genauso leiden müssen.

MW: Ich bin Vegetarier. Ich möchte nichts essen, was wir süß finden, als Haustiere halten oder was ein Bewusstsein besitzt. Vegan möchte ich allerdings nicht sein, weil ich das, was Sarah wichtiger Weise gerade erwähnt hat, nicht verallgemeinern möchte. Vegetarische Ernährung ist auch ohne Tierleid möglich, man muss es nur wollen.

Welche Rolle spielen ökologische Aspekte bei eurer Ernährung, zum Beispiel bei der Auswahl der Speisen oder der Herkunft der Zutaten?

SW: Ökologische Aspekte spielen für mich eine große Rolle. Ich komme zum Beispiel ganz gut ohne das gehypte Kokosöl zurecht. Es gibt viele heimische Öle, die noch bessere Eigenschaften haben und für die mit Sicherheit keine Affen versklavt und Regenwald abgeholzt werden müssen. Außerdem versuche ich so gut es geht regionale und saisonale Produkte zu kaufen, um den ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.

MW: Auch ich lege einen immer größeren Wert auf ökologische Aspekte. Ich achte vermehrt darauf, auf Produkte mit Palmöl zu verzichten, versuche, so gut es geht, regionale Anbieter zu unterstützen und kaufe vor allem selten Dinge, die in Plastik verpackt sind. Mir kommt es zugute, dass ich in einem sehr ländlichen Vorort wohne und aus den Erträgen des riesigen Gartens meiner Nachbarin schöpfen darf.

Viele Menschen legen sich ja strenge Ernährungsregel auf, für den Umweltschutz, für (vermeintliche) Gesundheit oder aus anderen Gründen. Wie weit ist Kontrolle und Einschränkung des Essens sinnvoll, ab wann beginnt für euch Foodamentalismus?

SW: Ich ernähre mich aus ethischen Gründen vegan, finde aber, dass erstmal jeder selbst entscheiden sollte, wie und warum er sich auf diese Art und Weise ernährt. Veganismus bedeutet für mich in erster Linie, auf vermeidbares Tierleid zu verzichten. Vegane Ernährung bedeutet eine Umstellung, hat aber nichts mit „Foodamentalismus“ zu tun.

MW: Ich sehe das ähnlich wie Sarah. Ich finde, man sollte sich einfach bewusst sein, dass man Teil eines großen Ökosystems ist. Dabei ist es mir persönlich nicht so wichtig, ob jemand Fleisch isst oder nicht. Mir kommt es eher darauf an, die Massenproduktion sämtlicher Lebensmittel einzuschränken. Wer auch nur ein bisschen auf seinen Verbrauch achtet, braucht keine strengen Regeln. Aber wie schon gesagt, jeder sollte selbst entscheiden dürfen, wie er das handhabt.

Cookies

Das Beste zum Schluss: Verratet ihr mir euer liebstes veganes oder vegetarisches Rezept?

SW: Das Cookie-Rezept war eigentlich ganz geil 😀

MW: Puh, schwierig, da gibt es so einiges! Das liebste Gericht von mir und meinem Freund ist ungarisches Letscho nach einem Familienrezept, aber ich liebe auch Aufläufe und Tarte mit Kürbis.

Kokospralinen

Also mein persönlicher Favorit ist das Rezept für Kokospralinen. Wie Rafaelos, nur ohne die ganzen Plastikverpackungen. Geht’s noch besser?

Mayla und Sarah, vielen Dank für euer Antworten! Das Chiaroscuro Magazin bietet immer wieder spannende Impulse für Minimalismus, Achtsamkeit oder einfach das nächste Abendessen. Außerdem haben die beiden ein großes Talent, das ich niemandem vorbehalten möchte: die Fotografie. Die klaren, minimalistischen Bilder auf Maylas Instagram-Account bieten echte Entspannung für Kopf und Augen nach einer stressigen Zeit und bei Sarahs Food-Bildern läuft einem wirklich das Wasser im Mund zusammen. Alle Bilder in diesem Artikel sind ebenfalls von Sarah.

Viel Spaß beim Stöbern und beste Grüße,
Franziska
Signatur Grünes Element

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Ein Gedanke zu “#5Fragen an Mayla und Sarah vom vegan/vegetarischen Chiaroscuro Magazine

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