Plastikfasten: Ein Zwischenstand

Die Fastenzeit ist zur Hälfte um, und ich wollte euch erzählen, wie sich meine Vorsätze für dieses Jahr entwickelt haben. Ich hatte mir vorgenommen, beim Einkaufen noch genauer auf Plastikvermeidung zu achten und einen Tag die Woche vegan zu essen.

Als Veganer bin ich auf ganzer Strecke gescheitert. Komplett von hinten bis vorne. Keine Chance. Ich glaube, einen ganzen veganen Tag habe ich geschafft, aber keinen weiteren. Vielleicht hätte ich meinen Vorsatz konkreter formulieren sollen, z.B. „Jeden Dienstag esse ich vegan“, weil bei meinem Vorgehen war es oft schon Freitag Abend, bis ich mich an meinen Vegan-Vorsatz erinnert hab. Außerdem wohne ich nicht alleine, und unsere gemeinsamen Mahlzeiten sind eigentlich nie vegan. Ganz oft ist mir auch einfach die Gewohnheit dazwischen gekommen. Wenn ich einen Tag vegan angefangen hab, ist mir im Lauf des Tages immer irgendwas aufgefallen: Dass Salat mit Joghurtsoße nicht vegan ist, dass ich total gewohnheitsmäßig grade ein Joghurt esse, dass Bratkartoffel sehr wohl vegan sind, solange man nicht – kracks – ein Ei reinschlägt. Mist. Gewohnheiten zu brechen ist ein Schlüssel für Veränderungen, in diesem Fall ist es mir aber einfach nicht gelungen.

Plastikfrei Einkaufen

Bei der Plastikvermeidung hat das schon besser geklappt 🙂 Heute war ich Reiseproviant kaufen und stand vor dem Keksregal. Der Reflex „Wow, Schoko-Cookies! Und auch noch im Angebot!“ setzt ein. Kaum hab ich die Packung in der Hand, fällt mir das Knistern der Plastikfolie auf. Dann wohl doch nicht… Verlassen habe ich den Laden mit zwei Papierpackungen. Ob sich innen noch Plastikfolie oder solche Schieber befinden, wird sich noch zeigen, aber ein erster kleiner Schritt ist damit schonmal getan.
Inzwischen nehme ich auch immer mindestens einen der kleinen Beutel von Naturtasche mit zum Einkaufen, um kleinere lose Sachen einzupacken. Große Jutebeutel sind sowieso dabei. Auch in ganz normalen Supermärkten wie Rewe oder Edeka gibt es viel Obst und Gemüse ohne Verpackungen. Letztens habe ich sogar Schwammerl (Champignons 😉 ) komplett lose gefunden! Auf Pudding oder Joghurt im Plastikbecher verzichte ich die Fastenzeit über. Joghurt kaufe ich im Glas, den hollendischen Pudding Vla gibt es hier im Tetrapack, aber das ist ja auch keine Lösung. Den habe ich noch nicht gekauft. Getränke aus Einweg-Plastikflaschen habe ich mir sowieso schon für das ganze Jahr verboten. Was ich plastikfrei total vermisse, ist zum Beispiel Frischkäse – oder Feta, den ich heute gebraucht und wohl oder über gekauft habe. Habt ihr Tipps zur Verbesserung?

Franziska

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9 Gedanken zu “Plastikfasten: Ein Zwischenstand

  1. Pingback: 1/2 Jahr Grünes Element: Rückblick | Grünes Element

  2. Huhu 🙂
    Habe deinen Blog gerade erst entdeckt.

    Also den Feta von Patros kann man im Supermarkt im Glas kaufen.
    Pudding bekommt man auch im Glas. Ich meine die Marke heißt „Zum Dorfkrug“. In deren Sortiment gibt’s Vanille- und Schokopudding, rote Grütze,Vanillesoße und Salatdressings im Glas bzw. Flasche.

    Viele Grüße
    Nicole

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  3. Hallo Franziska,
    ja, ich glaube einfach so vegan zu essen ist nicht einfach. Aber du hast es immerhin versucht. Ich persönlich würde es nicht einmal versuchen, da ich kein Fan der veganen Ernährungsweise bin. Allerdings fällt mir ab und an auf wenn eines meiner Gerichte zufällig vegan ist 🙂 Du solltest dich nicht unter Druck setzen.

    Was das Plastik vermeiden angeht, da kann ich nur Wochenmärkte und Weckgläser empfehlen 🙂 Für Gemüse habe ich einen Weidenkorb dabei (bei einem kleinen Handwerker gekauft, der diese von Hand herstellt), für Kartoffeln (wegen der Erde) habe ich einen stabilen Plastikbeutel dabei, den ich einmal bekommen habe und seitdem wiederverwerte. Ich selbst esse keine Antipasti, aber eine Kollegin nimmt immer kleine Weckgläser mit und die Händler sind immer sehr froh darüber. Du könntest ja ein paar der leeren Joghurtgläser aufheben 🙂
    Bei anderen Bereichen wird es dagegen schwer z.B. bei Fisch und Fleisch. Viele Metzgereien füllen aus hygienegründen nicht in mitgebrachte Behälter. Aber da kann man auch einmal fragen, werden wir demnächst bei unserer Metzgerei auch mal tun. Letzte Woche jedenfalls haben sie gesehen dass ich einen Korb dabei hatte und immerhin auf die obligatorische Plastiktüte verzichtet. Fand ich gut 😉

    Was den Frischkäse angeht: Selbermachen (Rezepte gibt es viele z.B. https://www.tk.de/tk/a-z-navigation/f/frischkaese-selbst-gemacht-10003129/537262) wäre vielleicht was. Ich will das dieses Jahr auf jeden Fall noch ausprobieren 🙂 Und das ist auf jeden Fall auch die Plastikärmere Variante für die Kekse 😉

    Viele Grüße und weiterhin gutes Durchhalten!
    Jacqueline

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    • Danke für deine interessanten Einblicke! Das Problem mit Fisch und Fleisch hab ich zum Glück nicht, aber ans Selbermachen werde ich mich bei vielen Sachen auch wagen. Keske normal sowieso, war nur diesmal zeitlich nicht drin. Auch Wochenmarkt-Besuch steht noch auf meinem Plan! Es gibt also noch viel zu tun 🙂

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