5 Tipps für einen ökologischen Weihnachtsbaum

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter? Damit der Weihnachtsbaum auch mit einem grünen Gewissen ins Haus geholt werden kann, gibt es einige Aspekte zu beachten. Weihnachtsbaum_k

1. Die Baumart

Fast 50% aller verkauften Weihnachtsbäume sind Nordmanntannen. Diese stammen aber nicht aus Deutschland und werden hier nur in großen Plantagen gepflanzt. Heimische Arten, wie Fichte, Weißtanne oder Kiefer sind öfter aus reginonalem Anbau verfügbar1.

2. Ein Öko-Baum

Da der ideale Weihnachtsbaum gleichmäßig bewachsen und schön grün glänzend sein soll, werden auf vielen der Plantagen starke Pestizide und Herbizide verwendet, um Unkraut und Tiere fernzuhalten. Das schädigt nicht nur Boden und Grundwasser, sondern stört auch das ökologische Gleichgewicht und bringt mit dem Baum Gift ins Haus. Bäume mit Siegeln von Naturland, Demeter, Bioland, FSC oder dem Bio-Siegel sind schadstofffrei2.

3. Regionl einkaufen

Bäume aus der Region verursachen kaum Emissionen durch Transportwege. Im Idealfall kann man seinen Baum sogar aus Waldbestand, nicht von einer Plantage kaufen. Die Flächen unter Stromtrassen werden oft zur Pflanzung von Christbäumen verwendet und auch beim Durchforsten eines Waldes werden viele Weihnachtsbäume geschlagen3. Auskünfte über lokale Verkäufe von Bäumen gibt es Robin Wood oder das Forstamt.

4. Sinnvoll schmücken

Anscheinend gibt es Menschen, die ihren Chrisbaumschmuck nach Weihnachten wegwerfen und im nächsten Jahr wieder neuen kaufen. Dass das nicht so viel Sinn macht, dürfte auf der Hand liegen. Ansonsten bitten Entsorgungsämter darum, kein Lametta zu verwenden, da es weder verrottet noch verbrannt werden kann. Auch Lichterketten sind ökologisch nicht so toll, da sie einen hohen Stromverbrauch haben4. Am besten verwendet man LED-Lichter und lässt sie immer nur zu bestimmten Zeiten brennen – zum Beispiel, wenn man auch wirklich im Raum ist.

5. Weiter verwerten

Bäume sind CO2-neutral, das ist das schöne an ihnen. Sie nach dem Fest wegzuwerfen und einfach verrotten zu lassen, wäre trotzdem schade. Aus den Zweigen lässt sich durch Kompostieren guter Hummus herstellen. Wer das nicht mag, hat vielleicht selbst einen Holzofen oder findet in der Nachbarschaft jemanden, der mit Holz heizt und den Baum verfeuern will. So erzeugt der Baum auch nach Weihnachten noch Wärme.

 

Wer diese Tipps beherzigt, braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, denn er hat einen Weihnachtsbaum mit grünem Gewissen! Klar gibt es noch andere Alternativen: Einfach auf den Baum verzichten, einen Ersatz aus Naturmaterialien basteln oder nur mit Zweigen schmücken. Für mich gehört ein Christbaum aber einfach zum Fest und ich werde mir Mühe geben, ihn so umweltverträglich wie nur möglich zu besorgen. 🙂

Vorweihnachtliche Grüße!
Franziska
Team Grünes Element


  1. Stiftung Unternehmen Wald. Ä Tännschen please! Online unter http://www.wald.de/a-tannschen-please-okologische-weihnachtsbaume/
  2. Utopia. Weihnachtsbäume: Ohne Gift – aus der Region. Online unter http://www.utopia.de/ratgeber/hier-finden-sie-einen-guten-weihnachtsbaum-oekologisch-regional-nachhaltig-chemiecocktail-pestizide
  3. Adina. (2012, 2.12.). Weihnachtsbaum ökologisch korrekt? Online unter http://www.livona.de/weihnachtsbaum-oekologisch-korrekt/
  4. Alwardt, I. (2010, 10.12.). Der Christbaum als Gewissensfrage. Online unter http://www.welt.de/lifestyle/article11525315/Der-Christbaum-als-oekologische-Gewissensfrage.html

 

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