Ergebnisse des COP21: Was wurde erreicht?

Eigentlich wollten wir in diesem Beitrag zum Abschluss des UN-Klimagipfels in Paris die Ergebnisse zusammenfassen, doch jetzt wird der Gipfel verlängert1. Bisher gibt es wenig Informationen über endgültige Vereinbarungen auf dem Gipfel. Wir können jetzt über den bisheriger Stand schreiben, am Samstag Abend werden wir hoffentlich auf finale Ergebnisse aktualisieren können – außer der Gipfel geht in eine weitere Runde.

Vero_Insel

Der Klimawandel wird weltweiten Einfluss haben, wenn der COP21 keine umfassenden Gegenmaßnahmen beschließt.

Ganz allgemein sind wir enttäuscht: In den Massenmedien gab es über den gesamten Zeitraum des COP21 sehr wenig Berichterstattung, z.B. in der Tagesschau wurde der Gipfel nur selten erwähnt. Informationen über den Verlauf des Gipfels haben wir fast nur über unseren Twitter-Account bekommen. Auch der COP-Blog des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hält einige Informationen bereit, hat aber natürlich auch eigene Interessen, wie wir den Gipfel und vor allem die deutsche Beteiligung daran sehen sollen.

Das ist bisher geschehen: Deutschland hat einige Zusagen für Geld für vom Klimawandel betroffene Entwicklungsländer gemacht2 und gibt auch Gelder für die Entwicklung von erneuerbaren Energien in Afrika3. Außerdem hat sich Deutschland mit der gesamten europäische Union, den USA, den ACP-Staaten (Afrika, Karibik- und Pazifik-Staaten), Mexiko, Norwegen und Tuvalu für ein starkes und verbindliches Klimaabkommen zusamengeschlossen4. Genau dieses Bündnis könnte jetzt aber zu Schwierigkeiten führen. Die Verhandlungen der vergangenen Nacht blieben ergebnislos, weil sich unter anderem China und Indien quergestellt haben. Spiegel Online argumentiert, dass dies passiert sein könnte, weil sich China vielleicht von den Amerikanern übergangen fühlt: Zuerst hatten sich die USA und China abgestimmt, doch dann trat die USA dem oben genannten Bündnis bei. China ist nicht mit dabei – dies könnte zu Unstimmigkeiten geführt haben1.

Ob das jetzt das gesamte Ergebnis des Gipfels gefährdet, ist noch unklar. Bis morgen werden sicher noch harte Verhandlungen geführt. Einige Punkte sind immer noch kritisch: Dazu gehören die Verbindlichkeit des Abkommens, die Schnelligkeit der Umsetzung und sowie das Senken des 2°Ziels auf ein 1,5°Ziel, um die pazifischen Staaten besser zu schützen.

Was auch immer der Gipfel bringen wird: Klimaschutz wird immer auch von unten gemacht. Wir sollten uns also selbst weiter für ein gutes Klima engagieren, um Vorbild und auch Ansporn für die Politiker in Paris zu sein. Jetzt erst recht!

Team Grünes Element


 

  1. Seidler, C. (2015, 11.12.). Paris: Asiens Schwergewichte zwingen Klimagipfel in die Verlängerung. Online: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/warum-der-klimagipfel-trotzdem-in-die-verlaengerung-geht-a-1067239.html#ref=rss
  2. BMUB. (2015). Hilfe bei klimabedingten Risiken in der Landwirtscht. Online: http://bmub-cop-blog.de/index.php/2015/12/09/hilfe-bei-klimabedingten-risiken-in-der-landwirtschaft/
  3. BMUB. (2015). Es tut sich was! Online: http://bmub-cop-blog.de/index.php/2015/12/08/es-tut-sich-was/)
  4. BMUB. (2015). Breite Allianz für ein starkes Weltklimaabkommen. Online: http://bmub-cop-blog.de/index.php/2015/12/09/breite-allianz-fuer-starkes-weltklimaabkommen/
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